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    Tag der (WDW) Fallschirmjägertruppen  in Deutschland.

Jedes Jahr am 2. August an verschiedenen Orten unseres Planeten feiern fast 2 Millionen aktive und ehemalige Fallschirmjäger unterschiedlicher Generationen diesen Tag. Deutschland ist in dieser Hinsicht auch keine Ausnahme, da auch hier etliche Jahre sich hier die Veteranen dieser Truppe aber auch aktiv dienende organisieren. Das Feiern dieses Tages in Deutschland kann man symbolisch als «Wie wir wieder für drei Tage zur Armee zurückkehrten!» bezeichnen. Und der Name spricht für sich. Diejenigen die zum Feiertag erscheinen haben die Möglichkeit an Sportveranstaltungen teil zu nehmen, den  Sturmlauf zu absolvieren oder eben Erinnerungen an den Alltag bei der Armee von damals wach werden zu lassen. Die Auszeichnungen für die Sieger werden entsprechend den Altersgruppen verliehen. Die ganzen Veranstaltungen und die Feier an sich finden unter Beobachtung und Anleitung des «diensthabenden» Organisationskomitees statt. In der zweiten Tageshälfte findet der organisatorische Teil statt, der auch eine Musikbegleitung beinhaltet. Näher zur Mittagszeit bereitet der «Küchendienst» das festliche Mittagessen zu. Und näher dem Abend zu ertönt dann nach dem festlichem Appell der erste Toast «Auf die Fallschirmjägertruppe»/«Sa WDW»!

  Was heisst WDW?

WDW(Wosduschno-desantnyje wojska) ist eine spezielle Truppengattung deren Bestimmung es ist Kampfhandlungen im Hinterland des Gegners zu führen. Die Hauptfunktion(Aufgabe) der Truppe ist die Landung aus der Luft ins Hinterland zwecks aktiver Tätigkeiten in geografisch weit abgelegenen Regionen. WDW wir auch oft als schnelle Eingreiftruppe eingesetzt. Die Verlagerung der Truppe in solchen Situationen erfolgt per Landung an Fallschirmen. Es kann aber auch je nach Auftrag vorkommen, dass die Landung nicht nur aus Flugzeugen erfolgt, sondern auch aus Hubschraubern oder sogar aus Gleitfliegern wie es schon im Zweiten Weltkrieg vorkam. Über WDW gibt es jede Menge Legenden und auch interessante Fakten. Deren Kühnheit und Mut, grenzenlose Treue zur Heimat sind Eigenschaften die der Truppe diesen besonderen Ruhm verleihen. WDW ist immer dort wo es am meisten gefährlich ist, wo ein hohes Mass an Kampfkunst und physische Kräfte gefprdert ist, Selbstaufopferung und Kühnheit. Die «Hellblauen Baretts» sind immer vorne, egal ob es eine Friedensmission ist oder ein Antiterror-Einsatz.

Die Armeen anderer Länder übernahmen die Idee der damaligen Sowjetunion in der Schaffung dieser Truppen aber in diesen Armeen heissen die Truppen nur etwas anders: Luftinfanterie oder die fliegende Infanterie, schnelle Eingreiftruppe, Kommandos, aeromobile Truppe. WDW als Truppe hat an vielen Kriegen und Konflikten teilgenommen, zu denen zählen beispielsweise der russisch-japanischer Krieg, der Zweite Weltkrieg, der Afghanistankrieg, der Tschetschenien-Krieg. Die sowjetischen Fallschirmspringer waren die einzigen auf der Welt die in voller Kampfausrüstung auf dem Nordpol landeten(es geschah Ende der 40-er Jahre). Nur sie führten Luftlandungen innerhalb der eigenen Schützenpanzer durch und zwar aus beträchtlicher Höhe von mehreren Kilometern. Die Fallschirmjägertruppe der damaligen UdSSR und der heutigen Russischen Föderation zählen zu den zahlreichsten/massenhaftesten auf der ganzen Welt.

Der erste Einsatz in der Militärgeschichte mit Landung aus der Luft geschah im Frühling 1929. Die Landung aus der Luft erfolgte in einer Gruppe von Rotarmisten auf die belagerte Stadt Garm. Diese Gruppe schaffte es dann mit Unterstützung der hiesigen Bevölkerung die feindlichen Banden, die nach Tadschikistan aus dem Ausland kamen, zu zerschlagen.

Aber als Tag der Gründung der Fallschirmjägertruppe galt in der UdSSR und gilt in Russland / GUS / Europa der 2. August 1930. An dem Tag als die ersten Fallschirmjäger im Rahmen der Manöver des Moskauer Militärbezirks in der Nähe der Stadt Woronesch abgesetzt wurden. Die Gruppe der ersten Fallschirmjäger bestand aus 12 Mann. Dieses Experiment gab den Militärtheoretikern die Chance die Perspektiven und Vorteile der Luftlandeeinheiten zu erkennen, deren grosse Möglichkeiten der Erfassung des Gegners per Luft. Die erste Luftlandeeinheit der Fallschirmjägertruppe war die 1931 gegründete motorisierte Luftlandeabteilung des Leningrader Militärbezirks die 164 Mann zählte. Den Anfang der massenhaften Anwendung der Fallschirmjägertruppe legte der Beschluss des Militärrates der UdSSR vom 11. Dezember 1932. Mit dem Ziel der Weiterentwicklung der Fallschirmjägertruppe in der Roten Armee, der Vorbereitung und Ausbildung entsprechender Kader und Einheiten beschliesst der Militärrat auf Basis der Luftladerabteilung des Leningrader Militärbezirks eine Brigade zu gründen, deren Aufgabe es war die notwendige Anzahl an Instrukteuren auszubilden, sowie die Erarbeitung von operativ-taktischen Vorgaben. Schon Anfang 1933 wurden in den Weissrussischen-, Ukrainischen-, Moskauer- und Wolga- Militärbezirken Luftlandebataillone für spezielle Verwendungen geschaffen.

Der Kampfweg der WDW ist durch viele gedenkwürdige Daten gekennzeichnet.

Im Konflikt am Fluss Khankhin-Gol nahm auch die 122-te Luftlandebrigade teil. Die Fallschirmjäger dieser Brigade agierten so erfolgreich, dass der Oberkommandeur Schukow nannte sie ein «Beispiel für das ganze Heer». Im sowjetisch-finnischen Winterkrieg(1939-1940) nahmen neben den Truppen des Heeres auch die 201-te, 204-te und die 214-te Luftlandebrigade teil. Gegen Sommer 1941 wurde die Komplettierung von 5 Luftlande-Korps, in der Anzahl von 10 Tausend in jedem der Korps, abgeschlossen. Zu Beginn des Grossen Vaterländischen Krieges waren alle 5 Luftlande-Korps an den Kampfhandlungen mit den Besatzern in Lettland, Weissrussland und der Ukraine beteiligt.

Sie waren ebenfalls beteiligt am Gegenangriff nähe Moskau und bei der Einkesselung der Wehrmacht-Truppen in der Nähe der Städte Rschew und Wjasma. Anfang 1942 wurde die Luftlande-Operation bei Wjasma vom 4-ten Luftlande-Korp durchgeführt. Es wurde somit eine der grössten Operationen der WDW im Krieg. Die Fallschirmjäger waren wie bereits erwähnt immer an vorderster Front in den Schlachten des Grossen Vaterländischen Krieges. Im August 1945 bei der Landung von mehr als 4 Tausend Fallschirmjäger auf den Flugplätzen in Kharbin, Girin, Port-Arthur und im Süden der Insel Sachalin wurden die dortigen Militärtruppen Japans komplett lahmgelegt.

Für die Verdienste im Grossen Vaterländischen Krieg bekamen alle Luftlande-Einheiten den Status der Garde. Tausende von Soldaten, Unteroffizieren, Offizieren der Fallschirmjägertruppe wurden mit verschiedenen Orden und Medaillen ausgezeichnet und 296 wurden sogar mit der höchsten Auszeichnung Held der Sowjetunion geehrt. WDW waren die ersten bei den Ereignissen 1956 in Ungarn und 1968 in der Tschechoslowakei.

1979 bis 1989 nahmen die WDW als Teil des begrenzten Kontingents der sowjetischen Streitkräfte an Kamphandlungen in Afghanistan teil. Für ihren Mut und Heldentum wurden mehr als 30 Tausend Fallschirmjäger ausgezeichnet, 16 von ihnen wurde der Titel Held der Sowjetunion verliehen. Von 1988 bis 1992 wurden die WDW mit Spezialaufgaben beauftragt, wie die Lösung ethnischer Konflikte auf dem Territorium der damaligen UdSSR, auch mit Menschenrettung wo die Fallschirmjäger auf Kosten des eigenen Lebens anderen das Leben retteten. 1992 führten die WDW die Evakuierung der Russischen Botschaft aus Kabul(Afghanistan) durch.

  Wasilij Filippowitsch Margelow.

Die Geschichte der WDW ist eng und unzertrennlich mit dem Namen des Armeegenerals Wasilij Filippowitsch Margelow verbunden – dem Oberbefehlshaber (Oberkommandeur) der Fallschirmjägertruppe (WDW) von 1954 bis 1959 und von 1961 bis 1979, dem Fallschirmjäger №1.

Unter seiner Führung sind in der Fallschirmjägertruppe sind erhebliche Resultate erzielt worden, besonders in der Entwicklung der Landemittel, deren Bewaffnung und Bereitschaft, der Einsatz-Erweiterung der Truppe bei Kampfhandlungen. Mit dem Namen von Wasilij Filippowitsch Margelow ist in der Entwicklung und Stärkung der WDW eine ganze Epoche verbunden. Mit seinem Namen ist das Ansehen und der Bekanntheitsgrad der Truppe gestiegen, wie im Innland, so auch im Ausland.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion, ist die Fallschirmjägertruppe seinen Traditionen, die von vielen Generationen der Veteranen zuvor als Grundstein gelegt wurden, treu beblieben. Aber unbeachtet davon, das mehrere Truppeneinheiten der WDW auf dem Territorium der anderen Republiken der ehemaligen Sowjetunion mehrmals reformiert wurden, bleiben die WDW ihrem Prinzip «KEINER, AUSSER UNS!» treu.

Auf Basis der Fallschirmjägertruppe wurde das erste russische Bataillon der UNO für den Friedenseinsatz in Jugoslawien gegründet. Von 1992 bis 1998 war ein ganzes Regiment der WDW am Friedenseinsatz in der Republik Abchasien beteiligt. In den Zeiten 1994 – 1996 und 1999 – 2004 waren die Einheiten des WDW an Kampfhandlungen in der Tschetschenischen Republik ebenfalls beteiligt. Für ihren Mut und Heldentum wurden dabei 89 Fallschirmjäger mit der höchsten Auszeichnung «Held der Russischen Föderation» ausgezeichnet.

1995 wurde auf Basis der WDW das Kontingent für den Friedenseinsatz in Bosnien-Herzegowina gegründet, und 1999 ebenfalls für den Friedenseinsatz im Kosovo und Metochien.

Im August 2008 waren die WDW, agierend in osetischer und abchasischer Richtung, an der Operation zur Friedenserzwingung Georgiens beteiligt. Ab 2005 wird die Fallschirmjägertruppe nach ihren Spezialisierungsbereichen gegliedert und zwar in die: Luftlandeeinheiten, Luftsturmeinheiten und Gebirgseinheiten. Zum ersten Bereich gehören die 98-te und die 106-te Luftlandedivision, zum zweiten die 76-te Luftsturmdivision und die 31-te Luftsturmbrigade, zum dritten Bereich die 7-te Gebirgsluftsturmdivision. Zwei Einheiten der WDW( die 98-te Luftlandedivision und die 31-te Luftsturmbrigade) sind Bestandteil der Kollektiven Kräfte operativer Reaktion der Mitgliedsstaaten der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit.

Nach der Information von 2012 hat die Fallschirmjägertruppe(WDW) der Russischen Föderation eine Stärke von 30 Tausend Mann. Als Bestandteil der WDW gelten vier Divisionen, eine Luftsturmbrigade, das 45-te Sonderregiment für spezielle Verwendungen, das 242-te Ausbildungszentrum und andere Einheiten.

UdSSR – GUS – Veteranen der Streitkräfte und der Fallschirmjägertruppe (WDW).

Am 25. Dezember 1991 endete die Existenz der Sowjetunion. Die Oberhäupter der Russischen Föderation, Weissrusslands und der Ukraine – Jelzin, Schuschkewitsch  und Krawtschuk unterzeichneten das „Beloweschsker Abkommen“ über das Ende der Sowjetunion und der Gründung der Gemeinschaft unabhängiger Staaten(GUS).

Auf dem Hintergrund der Anarchie und der Straflosigkeit entstehen in den Republiken (Länder) der ehemaligen Sowjetunion bewaffnete nationale Konflikte. Es bekämpfen sich Osetier und Georgier(1991-1992),Georgier und Georgier(1991-1993), Armenier und Aserbaidschaner(1991-1994),

Georgier und Abchasen(1992-1993),Osetier und Inguschen(1992),Moldawier und Transdnistrier(1992)

Tadschiken und Tadschiken(1992-1997), Tschetschenen und die zentrale Macht Russlands(1994-1996). In den mittelasiatischen Republiken sind viele Vertreter slawischer Nationalitäten zurückgeblieben und vergessen worden.

Zerfall der Sowjetunion, die Wirtschaftskrise, die rasche Absenkung der Lebensstandards, die unstabile Situation insgesamt in den Ländern Anfang der 90-er wurden zu Verdrängungsfaktoren die eine Ausreise aus diesen Ländern stimulierten. Aus den europäischen Ländern der ehemaligen UdSSR emigrierte hauptsächlich die jüdische Bevölkerung, aus Kasachstan und Mittelasien hauptsächlich die Deutschen. Selbstverständlich reisten nicht nur ethnische Deutsche und Juden aus, sondern auch deren Familienangehörige und Verwandte anderer Nationalitäten. Auf diese Art und Weise reisten aus in verschiedene Länder der Welt auch die Veteranen der Streitkräfte der UdSSR / GUS unter denen es auch einen Teil der Veteranen der Fallschirmjägertruppe gibt. Unter den Ausgereisten gibt es einige Offiziere, Feldwebel die nach der Auflösung des «Warschauer Paktes», der Armeereformen und dem anschliessenden Zerfall der Armee über Board geworfen wurden. In den nationalen Armeen der GUS-Staaten erfolgt eine schleichende Herausdrängung der Armeeangehörigen nichthiesiger Nationalitäten, derjenigen die dort nach dem Zerfall der Sowjetunion geblieben sind.

Veteranen der Fallschirmjägertruppe der UdSSR / GUS in Deutschland.

Nach ihrer Einreise in die BRD stossen die Eingereisten vom ersten Tag an auf mehrere Probleme. Als erstes ist es die mangelhafte oder ungenügende Beherrschung der deutschen Sprache, die Unkenntnis der Gesetze, der deutschen Mentalität und Kultur, der Scheinwilkür und Freiheit. Aber die Geschwindigkeit mit der sich die Eingereisten integrieren hängt ab vom Alter, die Nutzung allgemeiner, und ethnischer Verbindungen zu verschiedenen Organisationen, von den Sprachkenntnissen, so wie die Möglichkeiten seinen Platz in der Gesellschaft wie beruflich so auch privat zu finden. Die Integration und die Erkenntnis seine Lebenssituation erfolgt in den ersten drei bis fünf Jahren. Die Unbeständigkeit, Stresssituationen unterschiedlicher Art sind Faktoren denen die Familien der Übersiedler in den ersten zwei Jahren ausgesetzt sind, besonders wo einer der Ehepartner ein Nichtdeutscher ist.

Und in dieser ersten Zeit in Deutschland wird unter anderem auch die Frage: Wie wird der 2. August – Tag der Fallschirmjägertruppe, der Abzug der Sowjet-Streitkräfte aus Afghanistan, der 23. Februar und andere Feiertage, gefeiert? Gut wenn es unter den Verwandten und Bekannten auch «Leidensgenossen» gibt. Dann kann man sich treffen, sich über vieles unterhalten und sich zusammen über die Tage bei der Armee austauschen. In den meisten Fällen aber werden diese Feiertage in «stolzer Einsamkeit» mit dem nach Margelow-Art geknicktem Barett auf dem Haupt, beim Durchschauen der Fotos aus Armeezeiten(wenn es jemand schaffte sie mitzunehmen, denn zu Sowjetzeiten war die Ausfuhr von Fotos strengstens verboten), begegnet. Sich wieder an seine Freunde aus den Armeezeiten, seinen Kampfkameraden, an die Veranstaltungen in den Einheiten anlässlich dieses Tages, an die Begegnungen und Treffen der Kameraden aus den Zeiten der UdSSR/GUS, erinnern. Es ist äusserst schwer diesen Tag im begrenztem Raum zu begegnen, ohne die Möglichkeit zu haben sich mit gleichgesinnten zu unterhalten, sich auszusprechen. Es ist natürlich ein grosser Vorteil wenn die Familie des Veteranen dafür Verständnis zeigt und weisst wie wichtig für einen der Tag der Fallschirmjägertruppe ist. Aber die Unterstützung seitens Familie kann nicht die Treffen unter den Veteranen, den Austausch mit den Kameraden aus Armeezeiten, die auf dem gesamten Territorium der ehemaligen Sowjetunion statt finden, ersetzen. In Deutschland in Uniform eines Veteranen der Streitkräfte auf der Strasse zu erscheinen könnte zu Unannehmlichkeiten führen.

In einem Fall könnten die Nachbarn einen als Geistesgestörten abstempeln, im anderen Fall die Polizei rufen. Mit dem Einzug des Internets in fast jeden Haushalt entstand die Möglichkeit sich mit seinen Armeekameraden in den sozialen Netzen zu unterhalten, Gruppen zu bilden.

Und der Austausch in den sozialen Netzen brachte auch schon die ersten Ergebnisse – die Veteranen begannen sich zu Treffen und gemeinsam den Tag der Fallschirmjägertruppe am 2. August zu feiern. Sie treffen sich in ganz Deutschland, in kleinen Gruppen.In den meisten Fällen leise und unter sich.

Am 11. Oktober 2008 wurde dann schliesslich der Verein der ehemaligen und aktiven Fallschirmjäger und Fallschirmspringer unter dem Namen DESANT e.V. gegründet. Der Verlauf der Registrierung bzw. Eintragung des Vereins dauerte fast ein ganzes Jahr bis der Verein dann somit endlich den Status einer juristischen Person erlangte.

   
   
© Desant e.V.